Selvedge Denim – die Wahl der Denimals

Ursprünglich wurden Denimstoffe auf Shuttle Webstühlen hergestellt.
In diesem Verfahren wird der Schussfaden (Querfaden) mit dem s.g. Schiffchen/Shuttle kontinuierlich durch die Kettfäden (Längsfäden) geführt, so dass die Kanten des Stoffes sauber abgeschlossen sind und nicht ausfransen können.


In der Regel ist die Kante weiß mit einem farbigen (auch mehrfarbigem) Garn.

Diese saubere Kante gibt dem Stoff seinen Namen: SELVEDGE – abgeleitet von self = „selbst“ und „edge“ = kante 

Das Besondere hierbei ist, dass die Webkante in den Schnitt der Jeans eingearbeitet wird und sich in der Regel an der äußeren Beinnaht wieder findet. Sichtbar wird sie durch das Aufkrempeln der Jeans (cuff)

Klassischer Selvedge Denim ist heutzutage deutlich aufwändiger in der Produktion im Vergleich zu modernen Industrieproduktionen.
Maßgeblich hierfür ist die zeitaufwändige Webtechnik auf alten Webstühlen und der hohe Verschnitt im Stoff. 

Wahre „Denimals“ haben einen Hang zur Nostalgie und Tradition und schwören deshalb auf die Webkante. Darüber hinaus werden Selvedge Jeans üblicherweise als Raw Denim verkauft. Das heißt, dass der Stoff noch keine Waschungen durchlaufen hat und den kompletten Indigo Farbstoff enthält. Durch das Tragen der Jeans ergeben sich im Lauf der Zeit dann die s.g. „Fades“, was aber wiederum ein ganz eigenes Thema ist. 🙂

Hier eine kleine Auswahl aus meiner Selvedge-Denim Sammlung. Die Hosen bestechen durch ihre festen, schweren Stoffe und ihre hohe Qualität. Besonders erwähnenswert ist der schmale Blaumann, der von Denim Enthusiasten in Deutschland hergestellt wird.

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